Los ging es am 22.6.2012 mit LH ab Frankfurt mit einer A380 nach San Francisco. Lufthansa wählen wir meist, da wir Nonstop-Flüge bevorzugen und sie uns auch nicht teurer erscheinen, als andere Fluglinien. 

 

Also SF, der Flug lang aber ereignislos. Obwohl – oft habe ich über die LH-Flugbegleiter geschimpft, dieses Mal waren sie wirklich freundlich und richtig gut drauf. Gleich am Flughafen zu Avis, wir hatten ein kleines Wägelchen gebucht. Ja schon klar - in SF braucht man kein Auto aber in SF hatten wir eigentlich nicht wirklich was vor, wir waren schon 2x dort und es ist eh immer zu kalt! Wir wollten ins Napa Valley und nach Emeryville. 

 

Zurück zu Avis, das kostenpflichtige Upgrade abgelehnt und deshalb wegen „Nichtvorhandensein“ der gebuchten Katergorie ein kostenloses Upgrade erhalten. Spaßigerweise auf einen Lincoln Towncar, gerade richtig so ein Stadtflitzer für SF! OK, bis zum Omni war es problemlos und parken durfte der Bub vom Valet.

 

Im Omni San Francisco
Omni Hotel mit Stadtflitzer

In SF haben wir dann gemacht, was so ziemlich jeder Touri macht. Straßenbahn fahren ...

 

 

Cable Car fahren ...

 

 

 ... und auch Fahrrad fahren. Die Golden Gate mit flammendem Sattel hatten wir noch nicht.

 

Da geht es lang ...
Einer ist besser als keiner!
Ok, beide noch da!

 

Natürlich dürfen auch ein paar typische SF-Bilder nicht fehlen:

 

 

Nach 2 Nächten war schon wieder Schluss mit SF. Wir wollten uns mal anschauen, wo die Weine unseres nicht vorhandenen Keller herkommen. Zuerst ging es aber auf die Conzelmann Road um die Golden Gate Bridge mit Skyline zu sehen.

 

 

Weiter auf dem HW 1 nach Norden ...

 

 

... vorbei am Muir Wood NM und der Tatsache, dass der Lincoln Towncar eine Minute nach ner Kurve noch wackelt und die Sitze eher ein Sofa sind. Das ist richtig lustig, denn Kurven gibt es dort alle 5 Sekunden. Das macht wirklich keinen Spaß und auch das Napa Valley ist ohne Weingutbesichtigung unspektakulär und deshalb auch bildtechnisch undokumentiert. 

 

Schluss war heute in Emeryville mit einem Besuch im Rudys Can´t Fail Cafe.

 

 

Warum gerade diese Kneipe? Ganz einfach, der Besitzer ist Michael Ryan Pritchard besser bekannt als Mike Dirnt oder namenlos Bassist von Green Day. Natürlich muß man deshalb noch lange nicht hin, ich als GD-Jünger aber schon und auch einem "Nichtgläubigen" wird es dort schmecken. Dort hörte ich auch wieder meinen Lieblingssatz: „I like your accent“ – was für mich übersetzt heißt: „Ich verstehe dich eigentlich überhaupt nicht“. Die Amis sind halt wirklich freundlich! Übernachtet wurde im Hilton Garden und morgen geht es nach Chicago… 

 

Unser Ziel Chicago war auch der Grund für den Startpunkt Emeryville bzw. San Francisco. In der ADAC Motorwelt war vom California Zephyr die Rede und da wir in USA immer mal wieder Sachen machen, die wir in D nie machen würden, erregte dieser Zug unser Interesse. Zugfreunde sind wir nicht wirklich, ehrlich gesagt laufen wir lieber, als dass wir uns freiwillig in einen Zug setzen würden. Eigentlich die besten Voraussetzungen, dass die nächsten 2,5 Tage der Horror werden, aber zur Horizonterweiterung dient es allemal. 

 

Um 9 sollte es losgehen, damit rechnet aber anscheinend nicht wirklich jemand, denn auch um 10 ist vom Zug nichts zu sehen. Das stört aber weder die Mitwartenden noch die Bahnhofsleute. Infotafeln gibt es eh nicht und so fragt man dann halt mal nach und erfährt dann, dass so um 11 mit dem ablegen gerechnet wird. So war dem dann auch und unsere Roomette wurde bezogen. Die Roomette hat 2 Sitzplätze, abends dann 2 Betten und während der Fahrt Vollverpflegung.

 

Das war nicht in der Vollverpflegung enthalten ...

 

Knapp 4.000 Kilometer, verteilt auf ca. 53 Stunden und vertikal bis in eine Höhe von 2.800 Metern (Moffat Tunnel). Luxus sollte man nicht erwarten und die amerikanische Sauberkeit (also nicht so genau hinschauen) tut ein übriges dazu, dass man sich nach der Fahrt irgendwie seltsam fühlt. Also nach unseren Hüttentouren durch die Alpen ohne Dusche fühlt man sich sauberer! Zusammengefasst ist die Fahrt landschaftlich nett, aber spätestens an Tag 3 will man eigentlich nur noch raus. Signalproblems and Powerswitchproblems tun ein übriges dazu - machen müssen wir das nicht mehr! Der begeisterte Zugreisende wird das aber sicher anders sehen... 

 

Ein paar Bilder aus dem fahrenden Zug folgen:

 

Der Colorado River ist auch im Programm

 

Wer jetzt noch wissen will, wo wir so rumgecruist sind, für den folgt eine Haltepunktliste (die Smokestops am Tage - die wir nicht verpennt haben - sind dokumentiert):

 

Emeryville/CA

Richmond/CA

Martinez/CA

Davis/CA

Sacramento/CA

Roseville/CA

Colfax/CA

Truckee/CA

 


Eindeutig Reno/NV

 

Winnemucca/NV

Elko/NV

Salt Lake City/UT

Provo/UT

Helper/UT

Green River/UT

Grand Junction/CO

Gleenwood Springs/CO

Grandby/CO

Fraser-Winter Park/CO

Denver/CO

Fort Morgan/CO

McCook/NE

Holdrege/NE

Hastings/NE

Lincoln/NE

 


Wohlfühlen in ...
...

 

Creston/IA

Osceola/IA

Ottumwa/IA

Mount Pleasant/IA

Burlington/IA

 

 

Princeton/IL

Naperville/IL

 


Chicago/IL

 

Von unseren 2 Stunden Verspätung hatten wir bis Denver 90 Minuten aufgeholt um in Chicago dann wieder 2 Stunden Rückstand zu haben. Trotzdem war es in Chicago noch nicht Nacht, als wir angekommen sind, auch wenn es oben so aussieht. Das Gleis war unterirdisch und draußen schien die Sonne bei gemütlichen 105°F…

 

Rock Bottom Chicago - Endlich keine Zugdiät mehr!