– liegt ja bekanntlich in Kanada ...

 

 

... da waren wir noch nie! Die Geschichten der Grenzüberschreitung nehmen schon einige Internetseiten in Beschlag und von „keinerlei Probleme“ bis „4 Stunden Volldurchleuchtung“ ist alles vorhanden. 

 

Gelesen habe ich das natürlich und deshalb war die Spannung auch groß, was einem dort erwartet. Erwartet wurde man von Kylie Minogue, ok – sie war es mit ziemlicher Sicherheit nicht, aber sie sah zumindest so aus. Auf ihre erste Frage „french or englisch?“ habe ich dann mal „german“ geantwortet, aber damit konnte sie nicht dienen! 2 Minuten später waren wir, versorgt mit dem Tipp, dass in Montreal ein Jazz-Festival ist, in Kanada. Also zumindest der Übergang USA – Kanada war schon mal optisch schön und vollkommen problemlos! 

 

Noch 50 Kilometer und dann ab auf die Insel:

 

 

Montreal, umschlossen vom Sankt Lorenz Strom und dem Ottawa, ein für uns absolut unbekanntes Pflaster. Wir haben uns auf diese Stadt überhaupt nicht vorbereitet und unsere ganze Hoffnung auf das gebuchte B&B mit ihrer deutschsprachigen Besitzerin gestützt. Unsere Hoffnung wurde nicht enttäuscht, auch wenn sie erstmal gar nicht da war. Daniel, ihr Mann nahm uns aber freundlich auf und versorgte uns mit dem eigentlich wichtigsten - ein paar Bierchen! Zu unserer Unterkunft später mehr … 

 

Versorgt mit Tipps für wahrscheinlich eine Woche, machten wir uns an den nächsten Tagen auf den Weg runter ins Centre Ville also Downtown und natürlich auch hoch auf den Mont Royal oder auch Mount Royal oder noch französischer Colline de la Croix. Das ist auch so ein Thema, die Sprache. Es erstaunt mich zwar nicht mehr, dass 3 Meter hinter der Grenze keiner mehr englisch sprechen kann oder will, seltsam ist es trotzdem. Zu Hause ist das nämlich auch so, fährt man von Karlsruhe ins 30 Minuten entfernte Elsass ist man linguistisch verloren. Andererseits ist es beim Elsässer ja auch nicht anders, ich spreche auch nicht französisch wenn er auf mich im Badnerland trifft. Aber ich schweife mal wieder ab - Petra sagte: Wer Montreal gesehen haben will, muss in die Kathedrale Notre Dame und auf den Mont Royal – na dann los:

 

Notre-Dame de Montréal
Notre-Dame de Montréal
Notre-Dame de Montréal
und noch immer - Notre-Dame de Montréal
Sandstrand ohne Wasserzugang!
Tour de l’Horloge
Bonsecours Market (Marche Bonsecours)
Ganz schön bunt in Montreal!
Natürlich gibt es auch Hochhäuser ...
... und Hochhäuser mit Kirchen!
St. George's Anglican Church

 

Essen waren wir unter anderem 2x bei „le 3 Brasseurs“. Die haben wirklich lustige Sachen auf der Speisekarte. Dort findet man zum Beispiel einen Flammekueche L` Alsacienne mit interessanten Toppings. Wer einen originalen Flammkuchen erwartet (was man bei dem Namen ja durchaus erwarten kann) findet German Sausage, Sauerkraut und caramelized onions drauf. Also ein Elsässer wurde mir den um die Ohren hauen, aber wir sind ja auch nicht in Frankreich – obwohl ich mir da nicht wirklich sicher bin!

 

Flammkuchen hin oder her - das Bier war gut ...
... sogar das rote!

 

Achso, der Mont Royal, da "muss" man ja auch noch hin:

 

Hier geht es hoch, oder auch runter!
Ein wirklich kleines Panorama vom Mont Royal!
Olympia Stadion
Es geht auch näher - Olympia war übrigens 1976

 

Jetzt aber zu unserer Unterkunft, dem „A La Carte“ BnB. Es war ein Zufallstreffer, ich suchte erfolglos nach einem Downtown-Hotel und kam dann irgendwie auf dieses B&B. Ich fand das B&B schon deshalb interessant, da es auch eine deutsche Seite gab, die nicht nach automatischer Übersetzung aussah. Meine englische Anfrage wurde deutsch beantwortet und auch wenig später gebucht.

 

Auch in Montreal regnet es manchmal ...

 

Das B&B hat 2 Zimmer und ein Appartement zu vermieten. Wir hatten das größere Zimmer gebucht. Das Zimmer ist sehr schön und gemütlich eingerichtet, das Bad ist modern und alles ist so was von sauber, dass man sich fast nicht drin aufhalten will, man könnte ja was schmutzig machen! Frühstückswünsche wurden natürlich berücksichtigt, oder besser gesagt, man ging auf die Vorschläge von Daniel ein. Das war mit Sicherheit auch die bessere Alternative. Rührei mit Ahornsirup schmeckt nämlich nicht so schlecht, wie es sich anhört! Auch die Abende wurden in Gemeinschaft mit Petra und Daniel verbracht, die einem ungezwungen aufforderten, mit ihnen Abend zu essen. Wir waren schon öfter in B&Bs, aber so herzlich und was weis ich nicht noch alles, wurden wir noch nie gepampert!

 

 

Natürlich trug dazu auch Monsieur Petit bei, der so was von knuddelig ist, dass man ihn am liebsten mitnehmen würde. Ich kenne aber mindestens 2 Personen, die etwas dagegen hätten …

 

 

Das war es erst mal mit Montreal und jetzt geht es - für alle Ungeduldigen - nach Boston!