Nach 3 Nächten Montreal war Schluss mit Kanada und wir waren sehr gespannt über die Einreiseprozedur in die USA! Unser Navi führte uns dieses Mal Richtung Vermont auf die 89 am Lake Champlain vorbei und weiter durch New Hampshire nach Massachusetts. 

 

An der Grenze wurde in der kurzen Autoschlange unserem Auto besondere Aufmerksamkeit zu teil. Was nicht wirklich verwundert, wir waren das einzige Auto, welches nicht aus Kanada war und dann noch mit kalifornischem Kennzeichen. Der Spürhund durfte Extrarunden drehen und die Reifen wurden nach nichtlufthaltigen Innereinen abgeklopft. Die Spannung stieg, als wir dann am Grenzhäuschen ankamen! Wir hatten nämlich nicht wirklich viel Zeit. Nach Boston fährt man schon ne Weile und die Downtown-Nationalstation macht um 6 pm zu. Von aussteigen, Schlüssel abgeben, Einreisegebühr und Auto auseinander nehmen wäre laut Vorberichten alles im Angebot. Nun, also ich behaupte mal, die Einreise ging schneller als am Airport! Drei oder vier Fragen, Verwunderung wegen der vielen USA Einreisestempel im Pass und wegen des kalifornischen Kennzeichen und schwupps waren wir drin in den USA! 

 

Die kurvige Fahrt bis nach Massachusetts verlief ohne Vorkommnisse. Vermont und New Hampshire scheinen recht nett zu sein, vielleicht kommen wir da mal da hin. Aber jetzt war nur noch Boston im Kopf ...

 

Here we are!

 

Vor Boston war dann Rushhour angesagt, glücklicherweise aber stadtauswärts! Nach leichten Problemen (Navis und Tunnel werden wahrscheinlich nie Freunde), die Atlantik Ave zu finden, wurden wir unser Auto dann noch rechtzeitig los. 

 

Jetzt waren wir in Boston und da hatten wir wenigstens ein bisschen Programm geplant. Samuel Adams, Mc Greevy`s, Freedom Trail und das Green Monster.

 

 

Eine Brauereibesichtigung bei Sam Adams sollte den Anfang machen. Die „Besichtigung“ ist kostenlos und die Tickets werden nach „first come, first serve“ vergeben. Am Samstagmorgen sollte da noch nicht so viel los sein.

 

 

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Die erste Führung geht eigentlich um 10 los, aber der Andrang war so groß, dass wir um 9:40 rein durften. Die Besichtigung war in 5 bis 10 Minuten beendet und dann kam das, warum wahrscheinlich alle da waren – die Bierprobe!

 

 

Die Pitcher machten die Runde und die anfänglich stille Probiergemeinde wurde mit jedem Pitcher lauter. Gegen Ende verstand man den Redner nicht mehr, war aber auch egal, Hauptsache der Barkeeper füllte die Pitcher nach …

 

 

Der nächste Programmpunkt passte ganz gut, da er nicht wirklich weit entfernt war. Ein Besuch des Fenway Park, der dieses Jahr seinen 100sten Geburtstag feiert, mit seinem Green Monster. 

 

Doerr, DiMaggio, Pesky und Williams

 

Yankees vs. Red Socks stand heute auf dem Spielplan und deshalb war auch keine Führung möglich. Also wurde es nichts mit dem Green Monster. Man hätte noch Karten für das Spiel bekommen, aber mein 1-Spiel-Pensum für 2012 war schon aufgebraucht! Der Fenway Park ist übrigens seit Mai 2003 in jedem Spiel ausverkauft! 

 

Es war auch schon gut was los, kein Wunder – Yankees/Red Socks hat so ungefähr die Brisanz von KSC/VfB oder Dortmund/Schalke! Nur das sich die in USA nicht die Köpfe einschlagen …

 

Hab`ich mir nicht hübsche graue Strähnen gefärbt ...

 

Um die Ecke des Fenway Park liegt Amerikas älteste Sports Bar – das Mc Greevy`s. Abgesehen davon, dass das Pub ein kleines Baseball-Museum ist und man dort natürlich auch Guinness trinken kann, wollte ich dort hin, weil McG das „Home of Dropkick Murphys“ ist! Eine meiner Lieblingsbands und gleichzeitig Titelgeber dieses Reiseberichtes.

 

1200 Steps from Fenway ...
Old South Church
Old South Church
Boston Public Library
Puplic Library vom Copley Square
Ice Cold Water ...
... Ice Cold Wadda ...
... Teekannen bei Starbucks (?) ...
... oder doch lieber noch ein Guinness?
Trinity Church
Trinity Church

 

Die Trinity Church bildet zusammen mit dem John Hancock Tower ein wirklich tolles Gespann!

 

Da kann man sich auch mal ins Bild schummeln ...
John Hancock Tower
Glas muss nicht immer flach sein ...

 

Es gibt auch ganz schön bunte Gesellen in Boston:

 


Auch in Großstädten gibt es natürlich tierisch Vertreter:

 

Die Bettelhörnchen dürfen nicht fehlen!
Wenn es an der Kasse mal wieder etwas länger dauert ...

 

Auch Boston fand ich schön fußläufig und hat viele interessante Ecken zu bieten (die wir mit absoluter Sicherheit noch nicht alle gesehen haben). 

 

Übernachtet haben wir übrigens im Omni Parker Boston, auch wieder zentral in Downtown gelegen. Eine stilvolle, schöne Unterkunft, auch wenn sie nicht an das Omni SF heran reicht!

 


Das war es natürlich noch nicht mit Boston. Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein - der Freedom Trail fehlt noch! Den gibt es auf einer Extra-Seite.