Frankfurt - Las Vegas - Pahrump

Der Wecker klingelte um 4:15, das „das Tier“-Taxi erschien pünktlich und so ging es zum Airport Frankfurt.

Abflug war recht pünktlich und so hieß es 11 Stunden totschlagen. Etwas Abwechslung brachte eine Ladung Personen, die zu einer Kunststoffmesse in Las Vegas unterwegs waren. Wir wissen jetzt alles über Plastik-Blumenkübel, Türstopper, deren Herstellungspreis, den Verkaufspreis und noch einige Dinge mehr. Noch zu bieten hätte ich – Vorträge über verschiedenen Spritztechniken, Mehrfarbguß…
Erwähnenswert wäre noch, dass der Türstopperfabrikant außer den Klamotten am Leib keinerlei Ersatz dabei hatte. Sein gesamtes Reisegepäck war prall gefüllt mit 800 Türstoppern!


…schon toll, bei was man alles zuhört, wenn einem langweilig ist!

Aber auch der langweiligste Flug geht mal vorbei und so landeten wir pünktlich in Las Vegas. Zuerst mussten wir noch etwas in der Maschine ausharren, da die Immigration mal wieder überladen war (nichts, was wir noch nicht kennen würden).
Nach 15 Minuten durften wir dann endlich raus um natürlich prompt mit ner Ladung teils bemaskter Mexikaner in der Immigrationschlange zu stehen. Nicht, dass wir uns übergroße Sorgen wegen der Swine Flu gemacht hätten, aber irgendwie wird man da doch ein wenig unruhig!

Egal, nach 30 Minuten waren wir durch, die Koffer waren schon da. Ab durch den Zoll und rein in den Mietwagen-Shuttle. Bei Alamo war recht leer, ganze 4 Personen vor uns, das haben wir schon schlimmer erlebt. Spannend wars trotzdem, die Berichte über leere Choice-Lines und alte Autos schwirren ja oft genug durchs Internet. RoadServicePlan dreimal verneint und ab aufs Parkdeck, auf dem wir nur eine SUV-Linie entdeckten. Laut BikeJoe soll es aber eine getrennte Midsize und Standard Linie geben. In der SUV-Linie (keine Ahnung welche, wir haben ja nur eine entdeckt) standen ein paar Pick Ups und sonst nichts. Geschätzte 30 Sekunden später fuhr aber ein weißer Jeep Grand Cherokee Laredo vor, denn wir gleich mal unter die Lupe nahmen. Ersatzreifen vorhanden, super Profil, knapp 3000 Meilen auf der Uhr – genommen! Erst beim wegfahren merkten wir, dass am Anfang der SUV-Choice-Line Personen auf ankommende Fahrzeuge warteten. Peinlich, peinlich – gleich mal wieder dem DeutscheStellenSichNieInDieSchlange-Ruf gerecht geworden! Na und, uns doch egal - nix wie weg!

Da man Mietwagen gerne einen Namen verpasst, haben wir uns entschieden unseren Jeep auch mal zu taufen. Wer bei so etwas nachdenkt hat schon verloren und so tauften wir unseren Jeep auf den Namen Blacky – toll gell...


Der erste Weg führte uns natürlich wieder zu Panda Express und seinem Orange Chicken! Danach gings noch schnell ins Outlet, ein paar Crocks kaufen und dann ab über die 160 nach Pahrump. Dort wurde die obligatorische Kühlbox gekauft, ne Ladung Bier (irgendwie hatten die kein Coors, naja für den Anfang geht auch MGD!) und Triscuits gebunkert!

Übernachtung: BW Pahrump Station. Gutes Motel mit großen sauberen Zimmern, wirklich tollem Frühstück, aber schlechtem WLAN (je näher an der Lobby, umso besser!).


Pahrump - Rhyolite - Titus Canyon - Death Valley - Lone Pine

Erst einmal ausgiebig das wirklich tolle Frühstück im BW genossen und dann ab in Richtung Death Valley. Eigentlich wollten wir über die 160, 95 und 374 in Richtung Titus Canyon Road. Auf unserem RandMcNally war die 127/373 grün gepunktet, was ja normalerweise eine landschaftlich schöne Strecke kennzeichnet. Also diesen Umweg gefahren und noch heute fragen wir uns, was an dieser Strecke toll sein soll. Aber egal, wir waren eh früh dran und so steuerten wir unser erstes Tagesziel an.

Die Ghosttown Rhyolite war nach 10 Jahren mal wieder dran.


 

 


 

 


Das Bottle House, manche behaupten es besteht aus Budweiserflaschen, die anderen sagen es wären Whiskyflaschen



Rhyolite ist übrigens die drittgrößte Stadt Nevadas gewesen und hatte sogar ein öffentliches Schwimmbad! Ein kurzer Stopp, aber so richtig umhauen tut uns diese Ghosttown nicht! Irgendwie besitzen halbverfallene Holzhäuser bei uns einen größeren Anziehungskraft und Zäune können wir schon mal gar nicht leiden. Nur die „Geister + Co.“ haben uns sehr gut gefallen.

 

 


 


 




Weiter ging es in Richtung Titus Canyon Road. Wir hatten diese Variante gewählt, um das DV mal aus einer anderen Richtung anzusteuern. So wirklich warm (ach wie passend) sind wir mit dem Death Valley bisher noch nicht geworden. Es wurde aber auch immer stiefmütterlich bei unseren Planungen bedacht und so wurde es noch nie genauer unter die Lupe genommen. Dieses Jahr sollte sich an dieser Lage aber auch nichts ändern. Das Death Valley war nur die Durchfahrstation für die Alabama Hills!

Die Titus Canyon Road war auch für uns Unpaved-Hasser sehr gut zu befahren. Weder HC noch 4WD waren von Anfang bis Ende nötig. Eine schöne Berg- und Talfahrt folgte, bis wir Leadfield erreichten.


 




Viele Häuser stehen nicht mehr, aber wer weiß, ob da jemals mehr stand!? Der obligatorische Stolleneingang durfte natürlich nicht fehlen. Leider oder auch zum Glück war er verschlossen!

 

 




War die Strecke bisher eher mit weitläufigen Ausblicken gepflastert folgte nach Leadfield der für uns spektakulärste Abschnitt. Die Narrows warteten und somit durchquerten wir einen „Slotcanyon“ der mit dem Auto befahren werden kann.


 


 


 

 

Im DV angekommen bogen wir ab in Richtung Scotty`s Castle. Frauchen hatte es bisher noch nicht gesehen und mein letzter Besuch dort war 1996.

 

 

 


 


 



Vor Ort wirkte alles etwas seltsam auf uns. Wir wußten nur nicht warum!? Vielleicht lag es an der Kombination Schloss – Oase –Wüste? Nach kurzem Spaziergang auf Scotty`s Grabhügel machten wir uns auf in Richtung Lone Pine.

Eine Location stand aber noch auf unserem Plan. Mehr aus Zufall hatte ich kurz vor unserer Abreise von einem Wasserfall im Death Valley gehört. Solche Ziele, die zuerst mal unglaublich erscheinen, sind so richtig nach meinem Geschmack. Der Abzweig zum Trailhead ist auf der 190 etwas unscheinbar und nicht ausgeschildert. 400 Meter westlich von Panamint Springs muss man abbiegen und kurz nach dem Abzweig steht dann auch ein Hinweisschild für den bzw. die Darwin Falls. Die Falls liegen also am westlichen Ende des NP. 2,5 Meilen geht es auf einer etwas ruppigen Dirtroad bis zum Trailhead und dann beginnt eine kurze aber abwechslungsreiche Wanderung. Anfangs läuft man mal in einem ausgetrockneten Wash, mal auf einem Trampelpfad durch das dichter werdende Grün (nicht unähnlich dem Negro Bill Canyon). Der Canyon wird immer schmaler und schon bald muss man - ich zitiere mal: “ involves some rock scrambling and several stream crossings“. Dieses Bächlein, am Anfang vollkommen unscheinbar, gegen Ende breiter werdend, muss bis zum Ziel einige Male überquert werden. Das Wasser sieht nicht sehr appetitlich aus und der Untergrund ist sehr schlammig. An den breiteren Überquerungen liegen Äste und Baumstämme im Wasser, trocken drüber kommen ist trotzdem nicht immer einfach. Trekkingstöcke wären nicht schlecht, wenn man welche dabei hätte!

Wo wir gerade beim Thema “nicht dabei haben“ sind: schon beim Hinflug ist uns eingefallen, dass wir keinerlei Verbandsmaterial, Pflaster etc. dabei haben. Normalerweise haben wir immer eine Miniverbandstasche dabei, gebraucht haben wir sie allerdings noch nie. Wie sich doch manche Dinge ändern können!

Aber weiter mit unserer Wanderung. Der erste Wasserfall war nach ca. einer Meile erreicht...

 

 

...weiter könnte man mittels „moderate climbing“ über eine Felswand zu den darüber liegenden Falls und einer Grotte. Irgendwie fand ich aber keine Stelle, diese Felswand „moderate“ zu überwinden. Man war mehr oder weniger senkrecht locker 20 Höhenmeter über Grund und ein Weiterweg war einfach nicht zu erkennen.

 

 

Also wieder zurück und die weiteren Falls auf einen anderen Besuch verschoben. Aufgegeben wird eigentlich nicht so schnell, nur heute lief uns langsam die Zeit davon - Lone Pine wartete!

Erschwert wurde der Rückweg dadurch, dass man sich an den breiteren Bachüberquerungen zuerst mal nasse Füße holte und dann über die schmalen Felsvorsprünge klettern mußte. Nicht, dass wir als alte Wandertiere das Problem nasser Sohlen kombiniert mit trockenen Fels nicht kennen würden…
…trotzdem rutsche ich gleich mal ein wenig ab und schlug mein Kameraobjektiv voll an die Felswand. Diese war leider härter als das Objektivglas, bewiesen durch einen fetten Kratzer! Ein kurzer Warnruf an Frauchen und schwupps stand sie schon mit beiden Beinen im feinen Death Valley-Wasser. Nicht weiter tragisch, nur die umherschwirrenden Libellen in Kombination mit der ungewollten Schlammpackung erzeugten bei Frauchen ein „NixWieRausHier“-Wille. Hektik ist selten ein guter Ratgeber und Sekunden später lag sie komplett im Bach. Ne kostenlose Schlammpackung ist doch toll, manche zahlen dafür! Nicht weniger panisch und bevor ich ihr zu Hilfe eilen konnte, war sie auf dem Weg die geschätzten 2 Höhemmeter am Fels hinauf zu klettern. Natürlich funktionierte das auch nicht (wie war das: nasse Sohlen vs.trockener Fels!) und so rutschte sie ab und schlug voll mit dem Gesicht an die Felswand. Ganz schön heftig, wie viel Blut aus und von einer Nase laufen kann. Verbandsmittel hatten wir bekannterweise nicht dabei und so mussten unzählige Taschentücher und das Hemd das Blut auffangen

 

 

Bilder von vorne dürfen aus Jugenschutzgründen nicht gezeigt werden.
"Texas Chainsaw Massacre" ist dagegen Kinderprogramm 



Sah wirklich lecker aus und der Rückweg wurde richtig „lustig“. Frauchen unter Schock, mit ordentlichen Schmerzen und dann übers Wasser torkeln! Die 2,5 Meilen unpaved waren natürlich auch sehr angenehm (ich gehe davon aus, dass Frauchen jede Bodenwelle persönlich begrüßt und verwunschen hat) und der Weg nach Lone Pine noch ordentlich weit.

Die 50 Meilen bis Lone Pine ohne Strafzettel in Rekordzeit absolviert, erstmal kurz im BW eingecheckt (Frauchen MUSSTE im Auto bleiben) und dann ab in die örtliche Pharmacy! Pflaster jeder Größe und „Antibiotic/Pain Relief Ointment Maximum Strength“ wechselten den Besitzer.

Nach Wundenpflege ging es dann noch mit verpflasteter Nase ins Mt. Whitney Restaurant einen leckeren Burger vertilgen.

Leute, Leute das war mal ein Tag! Erster richtiger Tag und dann gleich sowas...

Übernachtung: BW Frontier Motel Lone Pine, nettes Motel mit großen Zimmern und annehmbarem Frühstück. Wären wir nicht vorher vom Pahrump-Früstück verwöhnt gewesen, hätten wir sicher von gutem Frühstück gesprochen! WLAN ging ab und zu!

Alabama Hills

Den heutigen Tag verbrachten wir bis auf ein kurzes Mittagessen (wieder im Mt. Whitney Restaurant) in den Alabama Hills. Deshalb heute wenig Worte und dafür ein paar nette Arche.

Grob gesagt, teilen sich die Alabama Hills in einen linken und rechten Teil. Der rechte Teil ist der Arch-Teil an der Movie Flat Road. Der linke Teil ist der Figurenteil an der Horseshoe Meadows Road. Mit den Figuren können wir nix anfangen, da fehlt uns irgendwie die amerikanische Phantasie. Deshalb konzentrierten wir uns auf den Arch-Teil.

Der Weg aus Lone Pine ist nicht wirklich weit und ratzfatz steht man am Trailhead zum Mobius und Lathe Arch. Die restlichen Arche muß man zusammensuchen, gekennzeichnete Wege gibt es keine mehr! Vorallem der nette Cyclops ist nicht so einfach zu finden, da er von weitem erst mal gar nicht zu sehen ist, später nicht wirklich spektakulär und schon gar nicht nach Cyclops aussieht. Erleichtert würde die Archsuche durch ein GPS-Gerät, wenn man es benutzen könnte (ja, ich kapiere es immer noch nicht – aber finden tun wir trotzdem alles).

 

Am Trailhead zum Mobius sieht man schon den Heart Arch

 

Der Lathe Arch kurz vor dem Mobius

 

Da isser, der Mobius!

 


Der Behind the Heart Arch...

 

...nochmal von der anderen Seite!

 

Aha, der erstmal unspektakuläre...

 


...mit Sicht auf die Whitney Portal Road ausgestattete...

 

...Cyclop's Skull Arch, den habe ich so oft fotografiert, dass ihr...

 

...ihn nochmal ertragen müsst!

 


 

 


 

 

 

 


 

 

Das Eye Of Alabama, sieht von weitem noch nicht nach Auge aus...

 


...jetzt schon!

 

Nochmal von der anderen Seite

 


Sodele, mein erstes Panorama, seit gnädig!
Klicken, dann wirds noch e bissle größer.




Die Tuttle Creek Road (die gar nicht Turtle Creek Road heißt, so kann man sich täuschen) sind wir insgesamt 3 mal abgefahren. Zu Frauchen habe ich gesagt, wenn wir noch ein paar Mal hin und her fahren, sperren die uns noch ein!

 

 



Eine tolle, wenn auch kurze Straße, die nach jeder Kurve neue Ausblicke hervorbringt! Diese Straße haben wir entdeckt, als wir diesen seltsamen Figurenteil eine Chance gegeben haben.

Abendessen gab es dieses Mal in der Pizza Factory mit Rotwein aus dem Plastikbecher.

Übernachtung: BW Frontier Motel Lone Pine

Beinahe hätte ich noch ein Bild vergessen:

Der Ice Arch, leider etwas verdeckt!



Lone Pine - St. George

Heute stand der Fahrtag nach St. George auf dem Programm. Langsam wurde es Zeit unser geliebtes Utah zu besuchen. Im Vorfeld rechneten wir mit mindestens 7 Stunden Fahrzeit, egal welche der möglichen Strecken wir wählen würden. Da wir aber eh noch keine Ahnung hatten, wie wir fahren wollten, befragten wir mal unser Navi. Dieses spuckte uns eine Fahrzeit von gerade mal 5 Stunden aus. OK, also mal dem Navi nachfahren und überraschen lassen, wie es uns leitet.

Von Lone Pine also erstmal auf der 190 ins Death Valley und dann weiter über die 190/178 Richtung Furnace Creek. So dachten wir zumindest, das Navi wollte aber an der Kreuzung Richtung Furnace Creek nach links abbiegen. Hmmm, na dann schaun mer mal!

So kamen wir in den Genuss der Daylight Pass Road, die mehr oder weniger parallel zur Titus Canyon Road verläuft. Diese Strecke kannten wir nicht und waren überrascht, wie attraktiv sie war! Noch einmal waren wir überrascht, als mir feststellten, dass wir kein einziges Foto von der Strecke gemacht haben. Weiter ging es über die 95, 215 und 15 nach St. George.

Im brandneuen Wingate hatten wir endlich wieder guten WLAN-Empfang und so suchten wir uns erstmal ein Restaurant fürs Abendessen aus. Die Wahl fiel auf das Texas Roadhouse, welches wir noch nicht kannten aber bald kennen lernen werden!

Spicy Chicken bei Wendy, einen Iced Coffee bei Starbucks, ein kleiner Bummel durch die Shopping Malls in St. George und Washington und dann ab ins Texas Roadhouse. Dort war die Hölle los und wir befürchteten lange warten zu müssen. Dem war aber nicht so und so kamen wir schnell in den Genuss der schmächtigen Roadhouse–Portionen!

 

 

Ein kleines Zwiebelchen zur Vorspeise

 


Hat besser geschmeckt, als er zu essen war!



Übernachtung: Winham by Wyngate St. George, brandneu, tolle Zimmer, super Frühstück, schnelles WLAN!

St. George - Escalante

Die morgendliche Dusche brachte neue Erkenntnisse über den weiteren Fortgang dieser Tour. Unser Verzicht auf Moab lastete schwer und so kamen wir auf den Gedanken, unsere Tour noch einmal umzukrempeln!

Die Wettervorhersage für ganz Utah war stabil und so chancelten wir die Bryce-Tage und schwupps war Moab im Programm . Das Inca Inn war leider schon „No Vacancy“ und so buchten wir das RI Landmark Inn.

Bis Moab waren es aber noch ein paar Tage und so machten wir uns auf in Richtung Escalante. Wir wollten mal schauen, ob das Cedar Breaks NM schon schneefrei ist. Recht schnell wurde aber klar, dass das Cedar Breaks NM noch nicht geöffnet hatte! Schon beim Abzweig in Cedar City zur 14 stand ein „No Go“- Schild für Brian Head. Das ließ nicht wirklich viel Hoffnung aufkommen und schnell standen wir hier:




Also weiter am zugefrorenen Navajo Lake...

 


...vorbei in Richtung 89. Unser Uralt-Rand McNally zeigte noch eine Unpaved-Verbindung, die uns auf die 143 führen würde und so das CBNM von der anderen Seite erreicht. Am Abzweig sah die Straße nicht wirklich nach unpaved aus und so versuchten wir mal unser Glück. Diese „Unpaved Road“ war ganz nach unserem Geschmack, von Anfang bis Ende haben wir kein einziges Auto gesehen und herrlich asphaltiert war sie auch noch. Die Ausblicke auf dieser Straße waren grandios und so machten wir zuerst Mal ne kleine Pause und fotografierten die folgende Stelle aus allen möglichen Blickwinkeln. Leider sieht sie in Wirklichkeit viel besser aus...


 

 

 

Warum ich immer von „dieser Straße“ spreche? Ganz einfach, ich habe keine Ahnung wie die heißt und unser RMN ist in USA in die ewigen Jagdgründe entschwunden!

Weiter ging die Fahrt in Richtung 143 und zum Eingang des CBNM. Natürlich war auch hier kein durchkommen möglich.


 



Wir waren einfach viel zu früh, wir bewegten uns immerhin auf ca. 3200 Meter! Vielleicht heißt diese Location ja schon bei unserem nächsten Versuch CBNP? Also wenden und über die 143, vorbei am Panguitch Lake nach Panguitch und weiter zum Red Canyon.

Den Red Canyon hatten wir uns noch nie näher angeschaut und so wollten wir dieses Jahr zumindest mal ne kleine Wanderung einbauen. Den 0,7 Meilen kurzen Arches Trail hatten wir als Premierenprogramm ausgesucht. Eie gut zu fahrende unpaved Road führt zum Trailhead und dann begann ein abwechslungsreicher Spaziergang vorbei an Löchern, Spalten und Brücken.

 

 

 


 

 


 


Noch ein kurzer Besuch im Visitor Center und schon ging es weiter nach Escalante. Der Versuch über die Skutumpah Road zum Bull Valley Gorge und Willis Creek zu gelangen, gaben wir nach einer Meile auf. Die Dirt Road war uns zu sandig und steil! Dafür fuhren wir noch kurz in den Kodachrome SP (der tatsächlich Kodachrome Basin SP heißt, wieder was gelernt!). Dort wanderten wir zum Shakespeare Arch und gingen über den Sentinel Trail wieder zurück zum Auto.


 

 


 


 

 



Danach hatten wir keine richtige Lust mehr, etwas anzustellen und so fuhren wir zum CircleD und machten es uns mit einer Dose Coors vor dem Motelzimmer gemütlich.

Eine Wagenrad-Pizza und ein paar Bierchen im Cowboy Blues beschlossen diesen Tag.

Übernachtung: CircleD Escalante, sicher unser "am wenigsten gutes" Motel der Tour, kleines wackeliges Zimmer, schlechte Betten. Wir wurden nicht wirklich warm mit dem CircleD aber es war sauber und WLAN funktionierte!

Diese letzte Aussage kann einem übrigens in einem USA Forum sehr übel genommen werden. Das Circle D ist dort eine "Heilige Kuh" und Kritik ist nicht erwünscht! Vielleicht gibt es free nights für die Moderatoren? Naja, mit gegensätzlichen Meinungen kann nicht jeder umgehen ...

 

Escalante - Upper Calf Creek - Torrey

Nach einer Nacht in einem Bett welches diesen Namen nicht wirklich verdient, gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück im Outfitter.




Wir saßen gemütlich auf der Terrasse, beobachteten Kolibris...




....ließen uns Baked Oatmeal...



... und einen Breakfast-Burrito schmecken.



Die Fahrt über den Burr-Trail und die Notom-Road nach Torrey stand auf dem Programm. Vorher wollten wir uns noch den Escalante Canyon anschauen. Frauchen streikte aber recht schnell, da der Weg mit tausenden von Raupen und einigen Schlangen gepflastert war. Also wieder zurück zum Auto und ab Richtung Boulder. Wer dort mal ein wenig laufen möchte, der Lake Powell ist gerade um die Ecke!


 

Die Calf Creek Falls wären auch noch eine Wandermöglichkeit vor dem Burr Trail. Dummerweise war der Trailhead zu den Lower Calf Creek Falls überfüllt, die Wanderung kannten wir aber eh schon und so suchten wir nach dem Trailhead zu den Upper Calf Creek Falls. Diese Variante ist die einsamere und wie sich bald herausstellen sollte, nicht weniger schöne. Der Abzweig zum Trailhead ist nicht beschildert, aber zwischen MM 80 und 81 gut zu finden. Wir ließen unseren Jeep an der 12 stehen, da uns die Straße zum Trailhead mal wieder zu dirt war. Naja sagenhafte 100 Meter bis zum Trailhead sollten auch zu Fuss zu schaffen sein!

Die Wanderung beginnt mit dem steilen Abstieg über Slickrock garniert mit Lavagestein. Unten angekommen gabelt sich der Weg und man kann entweder „auf“ oder an den Wasserfall laufen. Die Reihenfolge ist natürlich egal, nur laufen sollte man beide Wege!


Erstmal der Kleine!

 


Weiter gehts Richtung...

 

...Calf Creek Holes...

 

...und dann abwärts!

 


Da fällts noch...

 


 


 


...und unten ist meist Schluss
Hier gehts aber noch weiter zu den Lower Falls!



Die Wanderung hat eine Länge von ca. 1 Meile oneway und man muss außer dem Schlussanstieg zum Trailhead keine größere Höhenunterschiede bewältigen. Ein paar Körnchen für die letzten Meter sollte man sich aber auf jeden Fall aufheben! Es war ein toller Spaziergang, nicht so überlaufen wie die untere Variante. Wir begegneten nur 5 Leuten und einem Quotenkaktus.

 



Weiter Richtung Boulder...
...einen entscheidenden Nachteil hat die Burr-Trail/Notom-Road-Variante. Man verpasst einen Großteil der 12 und so mussten wir uns etwas einfallen lassen. Wir fuhren den Burr-Trail bis hinunter zur Notom-Road, drehten um und fuhren wieder nach Boulder zurück. Mal abgesehen davon, dass man die Notom-Road nicht gefahren ist, hat diese Variante nur Vorteile. Man kann die Switchbacks noch einmal fahren, hat auf dem Rückweg wieder tolle Ausblicke, man muss nur ein kurzes Stück Dirt Road fahren und man hat noch ein schönes Stückchen 12.


Ein wenig Burr Trail...

 

...down, down, down...

 


...die Switchbacks und gleich wieder hoch



In Torrey angekommen und gleich eingecheckt in unserem Lieblingsmotel Austin´s Chuckwagon Motel.

Abendessen gab es im Capitol Reef Inn.

Übernachtung: Austin`s Chuckwagon Motel, für uns in Torrey und Umgebung seit langem die Nr.1! Große, saubere Zimmer, private Atmosphäre, morgens leckere Teilchen aus der dazugehörenden Bäckerei und wenn man mal raus hat, wie das mit dem Türknauf funktioniert, gibt’s auch da nichts zu meckern! WLAN funktioniert einwandfrei. 

Cathedral Valley- Cassidy Arch

Heute stand ein Besuch auf den Mond auf unserer ToDo-Liste.
Zuerst deckten wir uns aber mit frischen Donuts aus der Chuckwagon Bäckerei ein.


zB. dieser bunte Geselle!



Danach fuhren wir durch den Capitol Reef NP in Richtung Cathedral Valley. Wie weit wir wirklich ins CV fahren würden, war (wie immer bei uns) unklar. Meist besiegt die Dirt Road meinen Rücken und wir wollen dann plötzlich doch nicht dort hin, wo wir eigentlich hin wollten! Aber ein Versuch wollten wir natürlich schon starten und fuhren erst mal locker am Abzweig vorbei. Nach ein paar Meilen kam uns die Sache komisch vor, wir drehten um und fanden den Abzweig bei MM 98.

Die ersten Meilen gehen rückenschonend entlang der North Cainville Mesa (Achtung, nicht gleich am Anfang links abbiegen – immer schön geradeaus fahren!), nach ca. 4 Meilen wäre dann aber der Zeitpunkt für die Umkehr. Diese Felsplatten kombiniert mit Kurven, Stufen und Co. rauben mir eigentlich den letzten Nerv. Hätte ich nicht vorher Silkes Bericht gelesen, wären wir hier sicher nicht weitergefahren. Silke hatte aber geschrieben, dass die Strecke ab Meile 7,5 wieder besser wird und so fuhren wir weiter (weit vor uns entdeckten wir sogar 2 Wohnmobile!). Tatsächlich besserte sich der Belag...




...und wir enterten das CV! Sofort hat man das folgende Panorama vor Augen:

 

 

Ohne...

 

...und mit Werbung!



Unser heutiges Endziel kam langsam in Sicht - die zwei Tempel mit ihrem gläsernen Berg.


 


 


 

 


 

Warum müssen Frauen immer durchs Bild laufen?

 

 

 



Weiter wollten wir nicht fahren, denn es stand noch ein kleines Arch-Hunting im CR auf dem Programm! Nach ausgiebigem Fotoshooting machten wir uns auf den Rückweg. Eine Dusche und einen Footlong Subway später starteten wir wieder – der Capitol Reef NP wartete. Wir wollten zum Cassidy Arch, von dem wir bis vor ein paar Monaten noch nichts wussten.

Der Trailhead zum Cassidy Arch befindet sich beim Grand Wash-Parkplatz.

 



Kurz vorher kann man den Arch auch sehen und ahnt schon, dass man einige Höhenmeter überwinden muss! 950 Fuß sind es genau...

 



ein Großteil davon gleich zu Beginn. Nach einer Meile hat man den ersten Sichtkontakt...


 


Es gibt auch Zipfelmützen!



...und nach weiteren geschätzten 0,7 Meilen steht man hinter oder auf dem Arch.




Am Endpunkt nicht der Cassidy Arch nicht wirklich fotogen. Man kommt nämlich nicht unter dem Arch, sondern nur auf dem Arch! Bunte Ausblicke hat man trotzdem!


 

Leider zogen plötzlich dunkle Wolken auf und da der Weg komplett über Fels geht, wollte Frauchen aus unerfindlichen Gründen schnell zurück. War da mal was mit nassen Sohlen und Fels???

Wir kamen trocken beim Auto an und fuhren weiter zum Gifford Farmhaus. Ein kurzer Bummel durchs Haus und als wir wieder auf dem Weg zum Parkplatz waren, hat es tatsächlich 3 Tropfen geregnet. Es sollten die einzigen Regentropfen unseres diesjährigen Urlaubs bleiben. Wenn man die Mai 09-Wetterlage sieht, können wir mit unseren 10 Sekunden Regen sehr gut leben.

Abends fuhren wir wieder ins Capitol Reef Inn. Nicht das es besonders gut wäre, aber es liegt so schön nah beim Chuckwagon und beim Diablo finde ich nix!